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Dienstag, 13. Dezember 2011

10 Gründe wieso ich unsere Schule hasse

Nochmals für Idioten: Farbige Wörter sind anklickbar.


1.) Der Pausengong
Nichts ist schöner als nach jeder zweiten Unterrichtsstunde von einer muslimischen Gebetsmelodie geweckt zu werden, um in die super tolle Bistro-Pause zu gehen. Dadurch zeigen wir zwar, dass wir ihre Religion akzeptieren, aber dies ermöglicht nicht im Geringsten eine umfassende Integration.
Jedoch können wir uns ab nächstem Jahr dank Niklas auf gymnasiastisch, intellektuelle und gut erzogene Pausengongs freuen.
(PS: Dies sind keine diskriminierende Inhalte! Ich bin selbst Ausländerin, ich darf das.)

2.) Die unfassbar gut qualifizierten Computer
Sie sind scheiße.

3.) Der Vertretungsplan
Es war einmal, vor langer Zeit: Wir kamen vor der ersten Stunde vom Haupteingang Richtung Vertretungsplan.
Dieser wurde auf ein Blatt Papier gedruckt. Ob ihr es glaubt oder nicht. Es genügte nur ein einziger Blick und maximal 40 Sekunden, um zu wissen, was ausfällt und was nicht.
Nun schreiben wir das Jahr 2011, mit einer neuen Direktorin und einem neuen Schöpfer des Vertretungsplans. Blätter wurden durch LCD-Bildschirme ersetzt, das raue Weiß durch grelles grün und kleine, putzige Kinder durch noch kleinere, furchteinflößende Goblins.
Es ist ja nicht so, dass ich extra meine Brille aufsetzen muss, um irgendetwas lesen zu können, das macht schon Leon für mich, aber ich habe leider, leider etwas besseres zu tun, als ganze 20 Minuten vor diesem grellen Hoffnungsvernichter zu stehen und auf die richtige Seite zu warten, die mir nicht sagt, wer Hofdienst hat und wer nicht.

4.) Die Toiletten
Wir leben in einer Welt voller Seife, Toilettenpapier und Papier für die Hände, die aber viel zu dünn und aus schlechter Qualität sind. Aber das ist okay. Wir haben zu viel davon. Unsere Schule ist jedoch zu cool dafür und braucht sowas nicht. Wir, die Elite, sind uns zu schade für sowas.
Wir wollen Plumsklos.

5.) Die Treppen
Es ist, als ob man Bergsteiger wär. Ein Bergsteiger auf dem Mount Everest. Ein Bergsteiger, der an einem qualvollen Tod stirbt. Schon als 5.Klässler muss man daran glauben, in den dritten Stock verwiesen zu werden und somit 367035 Treppen zu überwältigen hat, damit man weiß, was auf einen zukommt.

6.) Die Unterdrückung
Eigentlich wollen alle Schüler nur das eine: Gerechtigkeit. Dies gelingt jedoch nicht, wenn Schülerrechte unterdrückt werden. So etwas existiert bei uns gar nicht. Zwar gibt es hin und wieder die Art Lehrer, die sagen, man könne stets zu diesem gehen und um ein Gespräch bitten, falls es etwas gibt, aber daraus wird nichts, da Lehrer selbst Angst vor der Direktorin haben. Du hast keine Chance. Außerdem ist es bei uns völlig klar, dass sich die Direktorin kaum Zeit für Gespräche, Diskussionen oder Beschwerden nimmt. Entweder geht man mit Problemen zu den Sekretärinnen , die ganz liebevoll für alle da sind, oder man setzt sich auf die Liste für ein persönliches Gespräch mit der Direktorin und wartet ein halbes Jahr lang. Dies ist jedoch nur eines von 2467509846755984076895767 Beispielen. ;-)

7.) Die Durchsagen
Unsere Durchsagen sind witzig und voll Banane*.
(*Achtung: Insider)


8.) Gerüchteküche
Es ist immer wieder erstaunlich, was man in der Schule so hört. "XX hat mit XY rumgeknutscht", "XY hat XY2 verschlagen", "XX hat einen Freund", etc. Manchmal sind Gerüchte ziemlich witzig, manchmal böse, manchmal gruselig und manchmal ziemlich irreal. Aber eines soll euch gesagt werden: An jedem Gerücht hängt auch ein Stückchen Wahrheit.

9.) Die Lehrer
Achtung: Dies geht jetzt nur an die Lehrer, die auch wirklich den falschen Job erwischt haben. Da gibt es die Lehrer, die von ihren Frauen dominiert werden und meinen, sie müssten ihre Frustrationen bei uns rauslassen, die Lehrer, die mit den kleineren Kindern überfordert sind und in den letzten Stunden die Älteren haben und dort wieder die Frustrationen rauslassen, und letztendlich die Lehrer, die einfach von Natur aus schon Arschlöcher waren, sind, und für immer sein werden. Diese liebe ich.
Ich könnte ein ganzes Buch darüber schreiben, aber ich denke, ihr wisst schon was ich meine.

10.) Die Nachmittagsbetreuungskinder 
Endlich. Ich habe dich erwartet Nummer 10.
Nachmittagsbetreuungskinder sind Kinder, die mittags "keine Eltern zu Hause haben" und somit in der Schule chillen müssen. Jeder einzelne von euch weiß, dass die Schule das nur für $$$ anbietet. Jedoch müssen auch wir, - Oberstufe und teils Mittelstufe - daran glauben: Eine ganze Etage, ca 10 Räume, wurden uns weggenommen. Diese Etage beinhaltet sogar eine Bibliothek, die nicht nur Bücher zur Verfügung stellt, sondern ganze, funktionstüchtige Computer. Außerdem wird (ausgenommen von dem Büro der Direktorin) nirgendwo besser geheizt als in dieser Etage. Sie wurde sogar extra mit zwei dicken Glastüren isoliert, damit ja nichts von der Wärme die wir im Winter benötigen ♥, zu uns dringen kann. Doch dies scheint nicht genug. Sie wollen mehr: Eine ganze Villa, die direkt neben unserer Schule steht, gehört diesen grauenhaften Kreaturen, die es wagen, uns, Älteren, anzupöbeln, anzuschubsen und anzukotzen. (Übrigens sind seit seit der Absetzung von Empfehlungen an Gymnasien kleine Kurdeninnen unterwegs, die uns als "Döner" bezeichnen. So viel zum Thema "Pausengongs".) Wir, die zwangsweise bis 16 Uhr in dieser Schule ausharren müssen, und meistens sogar mehr Freistunden haben als Unterricht, haben einen 5 qm² großen, voll ausgestatteten "Oberstufenraum". Die Oberstufe. 200 Schüler. Durch diese enorme Zuwendung haben die kleinen Kinder förmlich Privilegien aufs Gesicht geklatscht bekommen, sodass diese nun denken, sie seien auf einem höheren Level als wir.

An dieser Stelle möchte ich ein Zitat von Göggen bringen, der mein Leben von Grund auf Boden verändert hat:
"Die Zeit der Reue und Bescheidenheit ist vorbei."

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