Wisst ihr, irgendwann hat man einfach keine Lust mehr. Lust auf gar nichts. Man sitzt zuhause rum und vertreibt sich die Zeit damit, irgendwas zu machen, was im Endeffekt ganz unproduktiv ist. Man hat nicht einmal Lust zu denken.Wahrscheinlich sitzt man wirklich nur dumm da und beschäftigt sich mit Dingen, wofür man einfach nichts, wirklich gar nichts, machen muss. So eine Phase habe ich gerade. Ich komme da gar nicht raus, irgendwie.
Ich habe bemerkt, dass ich dieses "irgendwie" am Satzende ziemlich oft benutze. Vielleicht beschreibt es auch gerade meine Lage. Dass ich gar nicht weiß, was ich momentan mache und ich sehr verwirrt bin. Ich weiß nicht wieso ich das tue, was ich tue, und wieso ich das sage, was ich sage. Es ist eine sehr komische Angelegenheit. Denn was mich am meisten bei dieser Phase stört, ist, dass es mir gut geht. Es geht mir gut. Ich habe nicht wirklich was zu bemängeln. Das Einzige, was mich ankotzt, ist, dass ich mich für nichts, gar nichts, anstrenge. Dass ich wahrscheinlich gar nicht weiß, was ich nach dem Abi machen will und dass ich vielleicht das, was ich versäume, unbedingt für meine Zukunft brauche. Ich habe Angst, später zu bereuen. Diese Reue, die will ich einfach nicht empfinden. Wer will das schon?
Ständig setze ich mir in den Kopf, endlich anzufangen. Ich tue es nicht. Sowieso nicht. Ich finde es traurig, aber irgendwo auch gut. Denn es geht mir gut. Wenn ich nachdenke, was ich mir momentan so wünsche, will ich einfach nur diese Motivation, die mir fehlt. Vor kurzer Zeit malte ich was für Sabina. Als ich fertig war, empfand ich so ein Glück. Ein "Wow, so soll es sein"-Glück. Ich tat etwas, was ich wollte, obwohl ich dafür etwas tun musste. In was ich Zeit investiert habe, wenn auch nicht all zu viel. Ich habe mich hingesetzt und es geschafft. Jedoch eigentlich nur, weil Sabina einen Tag später Geburtstag hatte. Ich hatte keine andere Wahl, als ihr dieses Bild noch an dem Tag zu malen. So ein Druck hilft mir aber nicht immer. Für die Schule beispielsweise, mache ich gar nichts mehr, wirklich gar nichts mehr, und bekomme trotzdem gute Noten. Ich bin froh damit, sie könnten allerdings besser sein, würde ich lernen. Würde ich lernen, hätte ich richtig gute Noten, und mit diese guten Noten hätte ich einen super Abschluss, woraufhin ich dann etwas tolles studieren könnte. Würde ich doch nur wissen was. Was ich will.
Irgendwas blockiert mich gerade sehr und ich weiß einfach nicht was.
Ende.
Mich irritiert oft, wenn man in Deinem Alter bereits weiß, was man mit seinem Leben anfangen möchte. Der Antwort dieser Frage wirst Du früher oder später ohnehin begegnen. Die Blockaden kenne ich gut, ich glaube, manchmal muss man sich tatsächlich dazu zwingen. Ein ruhiger Raum und eine Aufgabe, keine Ablenkung, und es muss ja nichts gewaltiges, das Ergebnis auch nicht hervorragend sein. Beginne in kleinen Schritten, der Genuss eines Resultats wird dich im Laufe zu größeren motivieren. Nun und manchmal tut man eine Zeit lang eben auch nichts. Es sollte nur nicht ewig so sein, irgendwie.
AntwortenLöschenHach, Taschentuch. <3
LöschenWas genau meinst du denn damit, wenn du schreibst, dass du etwas verpasst, und du Angst hast es zu bereuen?
AntwortenLöschenDas ist auf Schule bzw Abi bezogen. Wenn ich plötzlich nach der Schule etwas werden will, und dieses Wissen, was ich für "unnötig" hielt, wichtig dafür ist.
LöschenSo eine Phase habe ich im Moment auch, nur das ich weiß, was ich werden will, aber einfach eine absolute keine Lust-Stimmung hab. Aber irgendwann wird es besser! (:
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