"Hallo." ist die neueste Veröffentlichung des Pinguins. Das kurz Gedicht entspricht dem Stil zeitgenössischer Poesie, obgleich es sich nicht in wüsten Assoziationen verfängt, sondern eine sehr klare Sprache wählt.
Zu Beginn wird der Leser begrüßt, auf einer kameradschaftlichen Ebene, die womöglich eine Anlehnung an die gegenwärtigen Normen im menschlichen Dialog darstellen soll. Darauf folgt ein Markenzeichen des Pinguins, die als Uhrzeit getarnte kryptische Zahlenfolge. Viele scheiterten bereits an dem Versuch, die versteckten Botschaften hier zu entschlüsseln - handelt es sich um den Zeitpunkt des Verfassens, ist es eine Ode an die Nachtaktivität, soll möglicherweise der mangelnde Tierschutz angeprangert werden? Es bleibt ein Rätsel.
Ähnlich wie die nächste Zeile, kalkül, kurz und bündig, eine Aussage, die zunächst eindeutig erscheint und doch einige Fragen aufwirft: wieso wird nicht gegessen, wenn Hunger besteht? Ist dieser Satz in schlichter Sprache womöglich eine Kritik an die Nahrungsverteilung auf dem Planeten und gleichsam auch der erhobene Zeigefinger gegen die zähe Prokrastination?
Aufschluss wird in der nächsten und damit letzten Zeile vergeblich gesucht. In Manier bekannter Filmkunst findet hier ein einziges Wort Platz: "Ende" Auffallend ist der Punkt hinter jeder Zeile. Ist hier die Vollständigkeit ausgedrückt, wie oft spekuliert wird, oder möchte damit die Angst vor dem Verlust getroffen werden? In Interviews hielt sich Pinguin dazu bedeckt. Vielleicht ist aber auch genau dies Wesen dieses Gedichts: die verzweifelnde Erkenntnis des Hungers, der Zeit und des Verlusts und die Unmöglichkeit des Erwiederns. Ein Geniestreich, wieder einmal.
"Hallo." ist die neueste Veröffentlichung des Pinguins. Das kurz Gedicht entspricht dem Stil zeitgenössischer Poesie, obgleich es sich nicht in wüsten Assoziationen verfängt, sondern eine sehr klare Sprache wählt.
AntwortenLöschenZu Beginn wird der Leser begrüßt, auf einer kameradschaftlichen Ebene, die womöglich eine Anlehnung an die gegenwärtigen Normen im menschlichen Dialog darstellen soll. Darauf folgt ein Markenzeichen des Pinguins, die als Uhrzeit getarnte kryptische Zahlenfolge. Viele scheiterten bereits an dem Versuch, die versteckten Botschaften hier zu entschlüsseln - handelt es sich um den Zeitpunkt des Verfassens, ist es eine Ode an die Nachtaktivität, soll möglicherweise der mangelnde Tierschutz angeprangert werden? Es bleibt ein Rätsel.
Ähnlich wie die nächste Zeile, kalkül, kurz und bündig, eine Aussage, die zunächst eindeutig erscheint und doch einige Fragen aufwirft: wieso wird nicht gegessen, wenn Hunger besteht? Ist dieser Satz in schlichter Sprache womöglich eine Kritik an die Nahrungsverteilung auf dem Planeten und gleichsam auch der erhobene Zeigefinger gegen die zähe Prokrastination?
Aufschluss wird in der nächsten und damit letzten Zeile vergeblich gesucht. In Manier bekannter Filmkunst findet hier ein einziges Wort Platz: "Ende" Auffallend ist der Punkt hinter jeder Zeile. Ist hier die Vollständigkeit ausgedrückt, wie oft spekuliert wird, oder möchte damit die Angst vor dem Verlust getroffen werden? In Interviews hielt sich Pinguin dazu bedeckt. Vielleicht ist aber auch genau dies Wesen dieses Gedichts: die verzweifelnde Erkenntnis des Hungers, der Zeit und des Verlusts und die Unmöglichkeit des Erwiederns. Ein Geniestreich, wieder einmal.
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